Bewusst leben,  Blog

Verzeihen klärt deinen Seelenweg

Löse dich durch Vergebung vom Schicksal anderer Menschen, mit denen du verstrickt bist

Heute wurde mir von der geistigen Welt ein wichtiger Aspekt gezeigt, warum das Verzeihen so wichtig ist.

Wenn wir Opfer-Täter-Erfahrungen machen, geschieht immer auch eine Verstrickung zwischen Opfer(n) und Täter(n). Dabei ist es egal, auf welcher Seite wir stehen.

Je länger wir als Opfer in die Trauer, Wut, Rache und/oder Unversöhnlichkeit den Tätern gegenüber gehen, desto mehr verwirren sich unsere Schicksale und Lebenswege.

Je länger wir als Täter in die Abwehr, Ausreden und Schuldumkehr den Opfern gegenüber gehen, desto mehr verwirren sich auch hier unsere Schicksale und Lebenswege.

Das kann dazu führen, dass wir die Schicksale und Lebenswege der anderen Menschen in unserem eigenen Lebensweg mit spüren. Das heißt, du trägst dann auch – zumindest ein Stück weit – das Schicksal des Täters oder der Täter mit dir herum und es beeinflusst deinen eigenen Lebensweg.

Es kann auch sein, dass wir ähnliche Erfahrungen nochmals oder gar mehrmals machen müssen – doch diesmal auf der anderen Seite.

Diese Verstrickungen machen unser Leben möglicherweise schwer, dunkel und freudlos.

Der einzige Weg, diese Verstrickungen und Verwirrungen wirklich zu lösen, ist das Verzeihen bzw. Bereuen – und zwar wahrhaftig, ehrlich aus dem Herzen heraus.

Wenn dir das schwer fällt, versuche es einmal mit folgenden Formulierungen:

Ich verzeihe dir, _______________________ (Name des anderen),
dass du mir ___________________________ angetan hast,

  • weil du selbst verstrickt warst.
  • weil du selbst nicht bei dir und in deinem Herzen warst.
  • weil du selbst eine schwierige Zeit hattest.
  • weil du in Neid, Gier, Hochmut usw. gefangen warst.
  • weil ich selbst dir etwas Ähnliches angetan habe.

Damit beschönigst du nichts, du nennst nur beim Namen, was war.

Und das bringt oft die Erleichterung.

Denn viele Menschen denken, wenn sie verzeihen, würde dies das Geschehene ungeschehen machen oder das Schlimme abschwächen. Doch das tut es nicht. Die Verantwortung bleibt dennoch beim Täter.

Du kannst dies auch innerlich machen, wenn das direkte Gespräch (noch) zu schwierig oder die andere Person es nicht möchte.

Wenn du selbst auf der Täterseite warst, versuche folgende Formulierungen:

Ich bitte dich _______________________ (Name des anderen) um Verzeihung,
dass ich dir _________________________ angetan habe.
Bitte habe Nachsicht, denn ich …

  • war selbst verstrickt.
  • war selbst nicht bei mir und in meinem Herzen.
  • hatte selbst eine schwierige Zeit.
  • war in Neid, Gier, Hochmut usw. gefangen.
  • habe früher selbst etwas Ähnliches erlebt, was noch nicht geheilt ist.

Ich hoffe, dass dir dieser Impuls weiterhilft, dich aus solchen Verstrickungen zu lösen und deinen Frieden und deine Freiheit wieder zu finden. Dein Lebensweg wird wieder leichter und die Lebensfreude kommt zurück.

Ich vermute auch, dass Unversöhnlichkeit ein wichtiger Punkt sein kann, wenn die Arbeit an sich oder Therapien auch nach langer Zeit zu keinen positiven Ergebnissen führen. Wenn du schon länger an Themen arbeitest und nicht wirklich weiterkommst, dann versuche es mal mit Vergebungsarbeit – dem/den anderen, dir selbst und vielleicht auch Gott gegenüber.

Schreib mir gerne, wie es dir damit geht.

Alles Liebe
Karin Myria


(Text: Karin Myria Pickl, Foto: pixabay, Stand: 19.11.2023)

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